Schwedenbank und Schwedensofa

Was ist denn der Unterschied zwischen einem gustavianischen Schwedensofa und einer Schwedenbank?

Der Unterschied ist eigentlich einfach….

In früheren Zeiten hatten die Dienstleute (Knecht und Magd) kein eigenes Zimmer, manchmal auch noch nicht einmal ein eigenes Bett. Die Dienstboten  (vorwiegend die Magd) schliefen in der Küche. Es war dort warm und das Hauspersonal musste ja morgens in der Küche mit den Arbeiten beginnen. Hier stand immer eine Küchenbank. Diese Holzbank wurde abends ausgezogen und die Magd hatte eine Möglichkeit zu schlafen. Aus diesem Grund heissen diese Möbel Küchenbank, weil der Schlafplatz dort versteckt war. Heute nutzen Kenner diesen „Schlafplatz“, um dort Dinge des täglichen Gebrauchs zu verstauen und aufzubewahren.

Schwedensofas sind alle Sofas oder Bänke, die nicht ausziehbar sind. Meist handelt es sich um Möbel im Schwedischen Klassizismus mit den typisch konischen Beinen. Im Rückenbereich sind diese Möbel mit Stegen versehen. Je nach Geldbeutel und Rang der damaligen Besitzer, mit mehr oder weniger gustavianischen Verzierungen ausgestattet. Für den Sitzkomfort wurde gesorgt, in dem man einen Sitzbelag auf die Bank legte. Im Rückenbereich und an den Lehnen sorgte man mit Kissen dafür, dass man kommod saß.

Auf den Fotos ist ein kleiner Auszug der gustavianischen Küchenbänke und Schwedensofas zu sehen.

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